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Finanzen 2014

Mitgliedstaaten verständigen sich auf verbesserte Risikokapitalvorschriften

(JB) Am 16.12.2016 haben die Mitgliedstaaten im Ausschuss der Ständigen Vertreter (AStV) die Verhandlungsposition des Rates bezüglich Änderungen der Vorschriften beim Europäischen Risikokapitalfonds (EuVECA) und beim Europäischen Fonds für soziales Unternehmertum (EuSEF) zur Steigerung der Investitionen in Risikokapital und Sozialunternehmen festgezurrt.

Die von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Änderungen sind Teil des Plans der Europäischen Union zur Entwicklung einer voll funktionsfähigen Kapitalmarktunion und sollen der Diversifizierung der Finanzierungsquellen für Unternehmen und langfristige Vorhaben in Europa dienen. Sie stehen auch mit der Investitionsoffensive der Europäischen Union für Europa (EFSI) in Zusammenhang. Die Vorschläge stellen darauf ab, die Europäischen Risikokapitalfonds und die Europäischen Fonds für soziales Unternehmertum für Fondsverwalter aller Größen zugänglich zu machen. Das Spektrum von Unternehmen, in die EuVECA-Fonds investieren können, wird erweitert, was auch nicht börsennotierte Unternehmen mit bis zu 499 Beschäftigten (kleine MidCap-Unternehmen) und an einem KMU-Wachstumsmarkt notierte kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließt. Außerdem soll dadurch der grenzüberschreitende Vertrieb solcher Fonds billiger und einfacher werden. Großen Fondsverwaltern mit Portfolios von über 500 Mio. Euro wird es möglich sein, EuVECA- bzw. EuSEF-Fonds zu vertreiben und zu verwalten.

Hintergrund:
Die EuVECA- und die EuSEF-Fondsstrukturen wurden 2013 geschaffen, um jungen und innovativen Unternehmen bzw. Unternehmen neue Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung zu bieten. Die Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln ist ein wichtiger Faktor für das Wachstum und die Entwicklung von kleinen und mittleren Unternehmen, aber Banken sind nicht immer in der Lage, deren Finanzierungsbedarf zu decken.

Im Vergleich zu den Vereinigten Staaten verliert die Europäische Union im Bereich des Risikokapitalmarkts weiter an Boden. Laut Europäischer Kommission hätten zwischen 2009 und 2014 rund 90 Mrd. Euro für die Finanzierung von Unternehmen zur Verfügung gestanden, wenn die Risikokapitalmärkte der Europäischen Union genauso entwickelt gewesen wären wie die der USA.
(Quelle: Rat der Europäischen Union)

erschienen in der Ausgabe vom 21.12.2016

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