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Ausgabe vom 19. Juli 2017

Europaparlament drängt Europäische Kommission langfristig angelegte Programme zu entwickeln

(GH) Das Europaparlament sieht ein EU-weites einheitliches Programm zur Überwachung von Infektionen als erforderlich, um einen Ausbruch von Virushepatitis, Tuberkulose und HIV/AIDS zeitnah zu erkennen, Tendenzen beim Aufkommen der Krankheiten zu bewerten, Schätzungen zur Belastung durch die Krankheit bereitzustellen und die Diagnose, Behandlung und Betreuung in Echtzeit zu verfolgen. Die Abgeordneten nahmen im Plenum eine Entschließung an, wonach Kommission und Mitgliedstaaten den Zugang zu innovativen Behandlungsformen auch für die gefährdetsten Bevölkerungsgruppen erleichtern und die gesellschaftliche Stigmatisierung bekämpfen sollen.

Die Mitgliedstaaten werden aufgefordert, HIV-Tests kostenlos zur Verfügung zu stellen, um eine frühe Entdeckung zu gewährleisten. Nach Ansicht der EP-Abgeordneten ist Tuberkulose (TB), die nach wie vor die häufigste Todesursache bei HIV-Infizierten ist, in einer globalisierten Welt, in der die Mobilität der Bevölkerung zunimmt, zu einer ernstzunehmenden grenzüberschreitenden Gefahr geworden. So sei die Zahl der Personen, die an TB erkrankt sind, in der EU im Jahr 2014 das dritte Jahr in Folge gestiegen. Deshalb sei es wichtig, zunehmende Resistenzen gegen antimikrobielle Wirkstoffe zu bekämpfen und gemeinsame grenzübergreifende Maßnahmen zur Vorbeugung auf EU-Ebene einzuleiten.

Für Hepatitis C, bei der mehr als 90 % der Patienten nach der Ansteckung keine Symptome aufweisen, gäbe es in den Mitgliedstaaten bisher kein einheitliches Verfahren zur Erkennung. Daher resultiere möglicherweise eine hohe Dunkelziffer bei der Zahl der betroffenen Menschen. Die EU-Kommission solle einen Plan in die Wege leiten, um die Erkennungs-, Test-, und Behandlungsprotokolle zu harmonisieren und Hepatitis C in der EU bis 2030 zu beseitigen.

Weiterführende Informationen finden Sie in der Pressemitteilung des Europäischen Parlaments.

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