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Ausgabe vom 06. Dezember 2017

Brüssel feiert den Geburtstag seines erfolgreichsten Programms Erasmus+ und plant dessen Zukunft

(WK) Mit einem ganzen Festtag in Brüssel erreichten die Feierlichkeiten zum 30. Geburtstag des Erasmus-Programms am 30.11.2017 ihren Höhepunkt und ihr Ende. Gestartet als Mobilitätsprogramm für Studierende umfasst das seit 2014 Erasmus+ genannte Programm heute alle europäischen Förderungen in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung sowie Jugend und Sport. Seit den Anfängen Ende der achtziger Jahre bis heute haben mehr als neun Millionen vor allem junge Menschen an Erasmus-Maßnahmen teilgenommen. Erasmus ist somit die wohl bekannteste und erfolgreichste Marke im gesamten EU-Portfolio.

Bei all dem Feiern wurde jedoch auch nicht versäumt zu überlegen, wie es mit dem Programm nach Ende der jetzigen Laufzeit Ende 2020 weitergehen soll. Eine Grundlage dafür ist die Erasmus-Deklaration, die von der Generation Erasmus, also denjenigen, die in den vergangenen 30 Jahren von dem Programm profitiert haben, erarbeitet worden ist. Bei einer Diskussion im Europäischen Parlament, u. a. mit dem zuständigen Kommissar Tibor Navracsics, Ministerin Mailis Reps als Vertreterin der estnischen Ratspräsidentschaft sowie MdEP Petra Kammerevert (S&D/SPD) als Vorsitzende des EP-Ausschusses für Bildung und Kultur, stand genau diese Frage im Vordergrund. Hervorzuheben ist dabei der Beitrag von Petra Kammerevert, die als langfristiges Ziel ausgab, dass irgendwann jeder junge Mensch einmal mit Erasmus in Europa unterwegs gewesen sein sollte. Dies würde natürlich eine »Vervielfachung« des jetzigen Budgets (14,7 Mrd. Euro 2014-2020) erfordern. Noch deutlicher, freilich nicht realistischer, positioniert sich dazu eine derzeit laufende Petition, die gleich eine Verzehnfachung des Budgets fordert. Bei einer Veranstaltung am Abend, zu der zwischen 2.000 und 3.000 ehemalige Erasmus-Teilnehmer angereist waren, griff die zuständige Generaldirektorin Bildung und Kultur, Martine Reicherts, diese Petition auf und brachte es inhaltlich auf den Punkt: Europa müsse sich entscheiden, ob es in seine Jugend investieren wolle oder in seine Kühe. Damit sind die ersten Grundlagen gelegt für die folgenden Diskussionen, die mit der Vorlage des Vorschlags der Europäischen Kommission für die gesamte Finanzplanung der kommenden Jahre, der im Mai 2018 erwartet wird, einen ersten Höhepunkt finden werden.

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