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Ausgabe vom 11. April 2018

Europäische Kommission ergreift weitere Maßnahmen für einen besseren Schutz der Arbeitnehmer vor krebserzeugenden Chemikalien

(GH) Am 05.04.2018 veröffentlichte die Europäische Kommission einen weiteren Vorschlag zur Änderung der Richtlinie 2004/37/EG über Karzinogene und Mutagene (KM-Richtlinie) aus dem Jahr 2004. Diese Richtlinie enthält Maßnahmen zur Vermeidung oder Verringerung der Exposition gegenüber krebserzeugenden und mutagenen chemischen Arbeitsstoffen, wodurch letztlich die Prävention arbeitsbedingter Krebserkrankungen und damit verbundener Krankheiten unterstützt wird. Zusätzlich zu den 21 bereits aufgenommenen oder vorgeschlagenen Stoffen soll jetzt die Exposition gegenüber fünf weiteren krebserzeugenden Stoffen begrenzt werden. Hierbei handelt es sich um Cadmium und seine anorganischen Verbindungen, Beryllium und anorganische Berylliumverbindungen, Arsensäure und ihre Salze sowie anorganische Arsenverbindungen, Formaldehyd und 4,4′-Methylenbis(2-chloranilin) (MOCA). Die Grenzwerte legen die Höchstkonzentration fest, in der eine krebserzeugende Chemikalie in der Luft am Arbeitsplatz vorhanden sein darf.

Die Europäische Kommission hat bereits im Mai 2016 und im Januar 2017 zwei Änderungen der KM-Richtlinie vorgeschlagen, die Grenzwerte für insgesamt 20 Karzinogene enthalten. Die erste Änderung wurde in Form der Richtlinie (EU) 2017/2398 Ende 2017 verabschiedet. Der zweite Änderungsvorschlag wird derzeit im Gesetzgebungsverfahren behandelt. In der Europäischen Union sind etwa 21 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mindestens einem der in den drei vorgeschlagenen Änderungen der Rechtsvorschriften enthaltenen chemischen Arbeitsstoffe ausgesetzt.
(Quelle: Europäische Kommission)

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