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Ausgabe vom 25. April 2018

Defizit und Schuldenstand der öffentlichen Hand in der Europäische Union verringern sich deutlich

(JB) Nach Angaben der Europäischen Statistikbehörde (Eurostat) vom 23.04.2018 verringerten sich im Jahr 2017 das öffentliche Defizit und der öffentliche Schuldenstand relativ gesehen sowohl im Euroraum als auch in der EU28 im Vergleich zu 2016.

Gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging das öffentliche Defizit im Euroraum von 1,5 % im Jahr 2016 auf 0,9 % im Jahr 2017 und in der EU28 von 1,6 % auf 1,0 % zurück. Der öffentliche Schuldenstand verringerte sich im Euroraum von 89,0 % (Ende 2016) auf 86,7 % (Ende 2017) und in der EU28 von 83,3 % auf 81,6 %.

2017 verzeichneten Malta (+3,9 %), Zypern (+1,8 %), die Tschechische Republik (+1,6 %), Luxemburg (+1,5 %), Schweden (+1,3 %), die Niederlande (+1,1 %), Dänemark (+1,0 %), Bulgarien (+0,9 %), Griechenland und Kroatien (je +0,8 %) sowie Litauen (+0,5 %) einen öffentlichen Überschuss, während Slowenien einen ausgeglichenen Finanzierungssaldo auswies. Die niedrigsten öffentlichen Defizite meldeten Irland und Estland (je -0,3 %), Lettland (-0,5 %) und Finnland (-0,6 %). Zwei Mitgliedstaaten wiesen ein Defizit von 3 % oder mehr auf: Spanien (-3,1 %) und Portugal (-3,0 %).

Die niedrigsten Verschuldungsquoten (öffentlicher Schuldenstand im Verhältnis zum BIP) wurden in Estland (9,0 %), Luxemburg (23,0 %), Bulgarien (25,4 %), der Tschechischen Republik (34,6 %), Rumänien (35,0 %) und Dänemark (36,4 %) verzeichnet. Fünfzehn Mitgliedstaaten wiesen eine Verschuldungsquote von mehr als 60 % des BIP auf. Die höchsten Verschuldungsquoten wurden in Griechenland (178,6 %), Italien (131,8 %), Portugal (125,7 %), Belgien (103,1 %) und Spanien (98,3 %) registriert.

Für Deutschland lag der öffentliche Überschuss bei 1,3 % und die Schuldenquote bei 64,1 %.

Die Staatsausgaben beliefen sich 2017 im Euroraum auf 47,1 % des BIP und die Staatseinnahmen auf 46,2 %. Die entsprechenden Zahlen für die EU28 lagen bei 45,8 % bzw. 44,9 %. Zwischen 2016 und 2017 haben sich die Ausgaben des Staates im Verhältnis zum BIP in beiden Gebieten verringert, während die Einnahmen des Staates im Verhältnis zum BIP gestiegen sind.
(Quelle: Eurostat)

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