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Ausgabe vom 10. Oktober 2018

Automobilhersteller müssen ihre Fahrzeugflotten umstellen, damit Pkw‘s und leichte Nutzfahrzeuge ab 2021 deutlich weniger CO2 ausstoßen

(CL) Diese Entscheidung des Europäischen Parlaments dürfte bei den anstehenden Verhandlungen mit dem Rat der Europäischen Union für »dicke Luft« sorgen: Das Europäische Parlament hat sich am 03.10.2018 mit 389 gegen 239 Stimmen, bei 41 Enthaltungen, dafür ausgesprochen, den CO2-Ausstoß von Neufahrzeugen bis 2030 um 40 % zu senken und den Marktanteil von emissionsfreien und -armen Fahrzeugen zu erhöhen. Damit schlagen die Abgeordneten vor, die Emissionen der Flotte neuer Personenkraftwagen bis 2030 stärker zu senken als von der Europäischen Kommission vorgeschlagen; diese hatte eine Reduzierung um 30 % (Bezugsjahr 2021) gefordert. Das Europäische Parlament fordert nunmehr eine Kürzung um 40 %, mit einem Zwischenziel von 20 % bis 2025. Ähnliche Ziele sollen für neue leichte Nutzfahrzeuge gelten.

 

Die Europaabgeordneten fordern darüber hinaus, dass Hersteller, deren durchschnittliche CO2-Emissionen diese Ziele überschreiten, eine Geldbuße an den EU-Haushalt zahlen, die für die Weiterbildung von Arbeitnehmern verwendet werden soll, die von Veränderungen im Automobilsektor betroffen sind. Die Automobilhersteller müssten auch sicherstellen, dass der Anteil von emissionsfreien und emissionsarmen Fahrzeugen - die weniger als 50 g CO2 pro Kilometer ausstoßen - deutlich steigt. So sollen 20 % aller Neuzulassungen im Jahr 2025 in diese Kategorie fallen; im Jahr 2030 soll der Anteil dann bei 35 % liegen.

Des Weiteren fordert das Europäische Parlament die Europäische Kommission auf, innerhalb von zwei Jahren Pläne für eine Prüfung der CO2-Emissionen im wirklichen Fahrbetrieb mit einem tragbaren Gerät vorzulegen, wie es kürzlich für die Messung von NOx eingeführt wurde. Bis dahin müssten die CO2-Emissionen auf der Grundlage von Daten aus den Kraftstoffverbrauchszählern der Fahrzeuge gemessen werden.

 

Im Freistaat Sachsen mit seiner leistungsstarken Automobilindustrie dürften die Entscheidungen auf europäischer Ebene mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden.

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