1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Signet sachsen.de

Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel

Inhalt

Ausgabe vom 05. Dezember 2018

Anstieg von Steuern, Abgaben und Sozialbeiträgen in der Europäischen Union im Jahr 2017

(JB) Am 28.11.2018 veröffentlichte die Europäische Statistikbehörde (Eurostat) die Zahlen zu Steuern und Sozialbeiträgen für das Jahr 2017.

Danach stieg die Steuerquote im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukts (BIP), d. h. die Summe aller Steuern, Abgaben und Nettosozialbeiträge in Prozent des BIP, in der Europäische Union im Jahr 2017 auf 40,2 % an (2016 lag sie bei 39,9 %). Im Euroraum lag die Steuerquote im Verhältnis zum BIP im Jahr 2017 bei 41,4 %, also ein leichter Anstieg gegenüber 41,2 % im Jahr 2016.

Die höchste Steuerquote im Verhältnis zum BIP gab es in Frankreich, Belgien und Dänemark. Die höchsten Anteile von Steuern und Sozialbeiträgen in Prozent des BIP wurden 2017 in Frankreich (48,4 %), Belgien (47,3 %) und Dänemark (46,5 %) verzeichnet, gefolgt von Schweden (44,9 %), Finnland (43,4 %), Österreich und Italien (je 42,4 %) sowie Griechenland (41,8 %). Deutschland lag bei 40,5 % im Vergleich zu 40,2 % (2016). Die niedrigsten Quoten wurden hingegen in Irland
(23,5 %) und Rumänien (25,8 %) registriert, gefolgt von Bulgarien
(29,5 %), Litauen (29,8 %) und Lettland (31,4 %).

Im Jahr 2017 hatten die Produktions- und Importabgaben den größten Anteil am Steuer- und Abgabenaufkommen in der Europäischen Union (13,6 % des BIP), dicht gefolgt von den Nettosozialabgaben (13,3 %) und den Einkommen- und Vermögensteuern (13,1 %). Für den Euroraum ergibt sich eine etwas andere Reihenfolge der Abgabekategorien. Hier entfiel der größte Anteil des Steuer- und Abgabenaufkommens auf die Nettosozialabgaben (15,2 %); dahinter folgten die Produktions- und Importabgaben (13,2 %) und die Einkommen- und Vermögensteuern (12,8 %).

Bei der Betrachtung der Hauptabgabenkategorien zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Mitgliedstaaten. Im Jahr 2017 war der Anteil der Produktions- und Importabgaben am höchsten in Schweden (mit
22,7 % des BIP), Kroatien (19,6 %) und Ungarn (18,2 %). Am geringsten war dieser Anteil dagegen in Irland (8,5 %), Deutschland (10,7 %) und der Slowakei (11,1 %).

Einkommen- und Vermögensteuern waren in Dänemark mit einem Anteil von 29,7 % des BIP die größte Quelle des Steuer- und Abgabenaufkommens, dahinter folgten Schweden (18,9 %), Belgien
(16,9 %) und Finnland (16,6 %). Am niedrigsten lag die Quote der Einkommen- und Vermögensteuern im Verhältnis zum BIP dagegen in Litauen (5,4 %), Bulgarien (5,7 %), Rumänien (6,1 %) und Kroatien
(6,3 %).

Nettosozialabgaben machten in Frankreich (18,8 %), Deutschland
(16,7 %) und Belgien (16,1 %) einen beträchtlichen Anteil des BIP aus, während die niedrigsten Anteile in Dänemark (0,9 % des BIP) und Schweden (3,3 %) verzeichnet wurden.

Marginalspalte

Weitere Nachrichten aus Sachsen

© Sachsen-Verbindungsbüro Brüssel