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Ausgabe vom 12. Oktober 2011

Junger Forscher aus Meißen gewinnt den zweiten Preis

(BG) Beim 23. europäischen Wettbewerb für Nachwuchswissenschaftler in Helsinki konnte der 17-jährige Benjamin Walter aus Meißen einen mit 5.000 Euro dotierten zweiten Preis erzielen.

Der europäische Nachwuchswettbewerb gilt als einer der härtesten in Europa, denn die ausgewählten Teilnehmer haben schon in ihren Heimatländern einen Hauptpreis gewonnen. So war Benjamin Walter Bundessieger in Physik beim Wettbewerb »Jugend forscht«. Mit diesem Erfolg hatte er sich für den internationalen Wettbewerb in Helsinki qualifiziert.

Ausgangspunkt des Erfolgs war im Sommer 2010 ein sechswöchiges Praktikum am Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin. Dort untersuchte der Gymnasiast mit dem Rastertunnelmikroskop die Struktur von Coronen auf einer Germanium(111)-Oberfläche.

In der Wissenschaft bedeutet auch die Widerlegung einer Annahme einen Erfolg, denn Benjamin Walter hat gezeigt, dass es nicht möglich ist, mit Coronen auf einer Germanium(111)-Oberfläche Graphen zu synthetisieren. Graphen könnten in der Computerindustrie eine große Rolle spielen, doch leider lässt es sich auf diese Weise nicht herstellen.

Benjamin Walters Untersuchungen haben zunächst die deutsche, in Helsinki dann auch die internationale Jury überzeugt. Vor der Reise nach Finnland konnte sich der junge Meißner mithilfe des Europapreises der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) auf den Wettbewerb vorbereiten. Er übte seinen Vortrag in englischer Sprache, tauschte sich mit seinen Mentoren aus und konnte so sein Projekt weiterentwickeln.

Benjamin Walter hat übrigens im Sommer mit 16 Jahren am Meißner Franziskaneum sein Abitur mit 1,1 bestanden. Neben seinem Forschertalent überzeugte er auch als Pianist, Cellist und als Schauspieler im Schülertheater. Von seiner weiteren Entwicklung wird man sicherlich noch hören.

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